Inspiration: Wai Lin Tse

Die Fotos von der Fotografin Wai Lin Tse sah ich in den letzten Tagen ununterbrochen an. Ohne weitere Worte, bitteschön.





Der Lieblingsrock

Eigentlich seltsam - da habe ich schon einen Modeblog, wo ich unter Anderem meine Lieblingsklamotten usw. vorstelle, und dann kennt ihr (soweit ich mich gerade erinnern kann) nichtmal meinen Lieblingsrock, den ich letzten Sommer im Zara gekauft habe. Er war eigentlich viel zu teuer für einen Rock (80 Euro), aber da merkt mans mal wieder: lieber ein bisschen mehr für etwas ausgeben, dann hat man auch länger was davon. Er ist aus Seide und hat schon zwei Brandlöcher drinnen, aber (fast) nichts fühlt sich schöner an als Seide, die sich dann und wann ans Bein schmiegt.
Shirt Romwe, Rock & Lederjacke Zara
Tasche & Schuhe Flohmarkt, Sonnenbrille E&E

Filmtipp & Inspirationsquelle: Picnic at Hangig Rock

Schon seit vielen Jahren haben wir den Film Picnic at Hangig Rock ("Picknick am Valentinstag") von 1975 in unserer Wohnung herum liegen und nie kam ich auf die Idee, ihn mir mal anzusehen. Früher war ich zu jung, als dass ich mich für den Film interessiert hätte, später geriet er dann in Vergessenheit.

Vor ein paar Tagen fiel er mir dann wieder in die Hände und ich machte einen gemütlichen Filmeabend mit mir selbst. Ab der ersten Szene war ich fasziniert von der gesamten Inszenierung. Die Mädchen des Elitecolleges trugen allesamt bodenlange, weiße Spitzenkleider, weiße Handschuhe, schwarze Strumpfhosen und Schnürschuhe. In abgewandelter, schlichteren Form könnte man die Outfits an jeder zweiten Straßenecke finden. Dazu die verschiedenen Lokationen, die Dialoge - dreamy as hell. Jedes Bild von jeder Szenerie erinnerte mich an die Fotografien von Hamilton und auch ein bisschen an Tim Walker. Die übertriebenen Gegensätze (großer, wucherner Berg, viel Natur, dazwischen die perfekt gekleideten Mädchen) und die verträumten Mädchenszenen  im weichen Gegenlicht.



Wirklich interessant waren allerdings die Texte, die ich nach dem Film las (was jetzt eher für diejenigen interessant ist, die ihn schon gesehen haben oder das Buch schon gelesen).

Joan Lindsay, die Autorin des Buches "Picnic at Hangig Rock" schrieb ein letztes Kapitel, welches lange Zeit nicht veröffentlicht wurde (auch nicht im Film) und die gesamte Handlung ungeklärt und offen enden ließ. Es entstanden viele Diskussionen darüber, wie denn nun die drei Charaktere aus dem Buch so spurlos verschwinden konnten und warum das wiedergefundene Mädchen nur zerkratzte Hände hatte und ansonsten keinerlei körperliche Schäden erlitten hatte.



Nach Joan Lindsays Tod (1984) veröffentlichte am Valentinstag 1987 der damalige Agent das letzte Kapitel der Schriftstellerin. Miss McClaw und die Mädchen entledigen sich in einer Art Trance ihrer Korsetts und gemeinsam stiegen sie immer weiter den Berg hinauf. Anschließend schlug die Lehrerin vor, sich in kleine Lebewesen zu verwandeln und in die Felsspalten hinein zu gehen. Zwei Mädchen folgten ihr, eines kam nicht hinein. Irma, das Mädchen, das eine Woche später mit rissen an den Händen gefunden wurde. Sie hämmerte wildgeworden gegen die Felswand, weil sie den anderen in die Spalten nicht folgen konnte. Sie wurde ohne jeglicher Erinnerung aufgefunden und "gerettet".

Dieses letzte Kapitel erklärt den kritischen Romantik-Horrorfilm. Die Zwänge, die die Mädchen zu der Zeit in dem Collegeinternat erlitten. Die abgelegten Korsetts sind ein Symbol für die Freiheit, in die sich die drei Charaktere nach ihrer Verwandlung begaben.

Schon lange hat mich ein Film nicht mehr so beeindruckt. Er ist sehr zu empfehlen, sowohl in modischer, literarischer als auch gesellschaftskritischer Hinsicht!

Vagabonds via Zalando.de, Kleid 1 via H&M, Kleid 2 via La Garconne, Kleid 3 via Net-a-porter, Hut via Monki




Das einfachste Gericht der Welt: Gemüsetäschchen mit Kartoffelecken

Manchmal gibt es so Tage, an denen ich gar keine Lust habe zu kochen, aber trotzdem gut essen will und wenig Geld ausgeben. Eine schwierige Kombination. An solchen Tagen, meist sonnige und warme Tage, an denen man einfach nur raus möchte, mache ich mir Gemüsetäschchen (die übrigens auch super für Grillabende mit zu nehmen sind). Es ist das einfachste Gericht der Welt und schmeckt so, so, so gut!

Was ihr für meine Lieblingskombination eines Gemüsetäschchens braucht (man kann nämlich letzlich alles in so ein Täschchen tun, was man möchte):

Pilze, Paprika, eine kleine Tomate, Zwiebel, Knoblauch, Feta, Pinienkerne. Zerschneidet euer Lieblingsgemüse in kleine Stücke und sammelt alles in einer großen Schüssel. Anschließend gebt ihr einen guten Schwups Olivenöl dazu und einen bis zwei Rosmarinzweig(e), falls ihr so etwas zu Hause habt. Dann ein bisschen salzen und eventuell noch ein bisschen Chili und Balsamico hinzu geben.
Ihr heizt schon mal den Ofen auf ca. 200 Grad vor und sammelt ein paar große Löffel des Gemüsebreis auf einer aufgerollten Alufolie. Wenn ihr ca. 6 gute Löffel drauf getan habt packt ihr das ganze in der Alufolie so ein, sodass noch etwas Luft für das Gemüse ist, das Päckchen aber völlig verschlossen ist und an keiner Stelle das duftende Aroma austreten könnte.

Dazu schneidet ihr ein paar Kartoffeln in dünne Ecken und gebt sie einfach mit Olivenöl, Salz und wers mag auch Chili mit aufs Blech. Je nachdem wie klein die Stücke sind und wie heiß der Ofen, lasst ihr das ganze ca. 15-20 Minuten im Ofen.

Dazu kann man beispielsweise super Joghurt mit Zitrone essen oder es einfach so genießen.

Einen guten Appetit!

Sonntag in München

An einem sonnigen Sonntag durch München zu flanieren, das hat schon was für sich. Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich keine zusätzliche Jacke mitgenommen und es auch (fast) nicht bereut.

Cardigan von Romwe, Shirt & Tasche von Zara
Jeans von Nelly, Chelseas von Zeha Berlin