Das große Modezelt

Einen Tag zu spät, aber lieber spät als nie, habe ich's endlich geschafft, dem verrückten Berliner Modekarussell beizuwohnen und meine eigenen ersten Eindrücke zu machen. Ich begab mich auf eine kleine Weltreise, bin seit 3 Uhr Morgens wach und der Tag ist noch lange, lange nicht um, was zwar sehr gut ist, dennoch sehnen sich meine Äuglein nach einem warmen Bett. Aber schlafen kann ich zu Hause, denn Spaß macht das ganze ja schon – Sekt, so viel man möchte, Goodiebags an jeder Straßenecke, Cupcakes und auf den Toiletten, die vielmehr nach Chanel N° 5 als Urin riechen, steht man eher für den Spiegel als für die tatsächlichen Klos an. Ein kleiner Blogger-Mode-Himmel, dem ich mit meiner ziemlich verwaschenen und leicht gammligen Mütze kredenze - aber Hauptsache der Lippenstift ist von YSL, nicht wahr.

Als hätte es mein liebster Paketmann so gewollt, brachte er mir gestern Nachmittag, als meine Vorbereitungen auf Hochtouren liefen, meine neuen Lieblingsstiefeletten „Macy“ der Marke Hope.
Schon lange schmachtete ich die Teile an, doch bei dem Preis blutete mein Herz – und erst recht mein Portemonnaie. Als ich jene auf Kleiderkreisel für einen weitaus erschwinglicheren Preis sah, war klar, dass ich ihre neue Mami werden würde. Mein Fashion Week- Look für heute: völlig übermüdet, aber dafür geile Schuhe.







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Rotkäppchen

Ganz ungewöhnlich trifft man mich an dem vielleicht tristesten Samstagnachmittag aller Zeiten in der Farbkombination Schwarz und knallig-Rot. Wenn das Wetter schon nicht mit spielt, dann wenigstens mein Outfit.


Ich trage eine Lederjacke von Warehouse via Zalando Sale und eine Mütze von Asos. Rest: Vintage





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Céline & Acne Pre Fall

 Ich bin ja sonst nicht so der Blogger, der von den neuesten Kollektionen verschiedener Designer spricht. Ich habe auch nicht vor, zu einem Fashion News- Mutant zu werden, aber da ich mich vor allem in den letzten Monat intensiver mit sämtlichen Designern beschäftigt habe, steigt mein Mitteilungsbedürfnis in diesem Bereich stetig. Für Spring und Pre-Fall habe ich bisher recht viele enttäuschende Lookbooks sehen müssen, doch bräuchte es jede Saison wieder einiges, dass mich Acne oder Céline enttäuschen. Dieses mal, am 7. Januar, durfte ich sogar noch viel mehr sehen, als eine Nicht-Enttäuschung - selten war ich so begeistert von irgendwelchen Lookbooks. Viel Schwarz mit wenigen weißen Akzenten, viel Leder, ungewohnte Längen und ein gekonnter Mix zwischen eleganten Klassikern und zeitgenössischer Androgynie. Die weiße Lookbook-Wand braucht eh kein Mensch mehr.

Well done Johnny Johannson & Phoebe Philo!

Die gesamten Kollektionen von Acne -




und Céline




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Serientipp: Die Loser von 90210

Leider laufen Serien viel zu oft nach einem ähnlichen Schema ab; vor allem wenn man sich die 0815-90210-High School-Shows ansieht. Man, oder vielmehr ich, sieht sie trotzdem an, aber von einer Art Revolution kann man da nicht sprechen. Selten hatte ich bei einer High School- Serie so viel Spaß wie bei Freaks & Geeks. Es ist, als würde man sich die ehemalige Show "Beverly Hills 90210" von 1995 ansehen, nur sind Brenda, Kelly & Donna in irgendeinem anderen Raum und völlig uninteressant. Die Kamera richtet sich auf die wahren Stars - die, die sich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Schule kämpfen. Die Loser.

Die Serie wurde 1999 gedreht, sollte wiederum in den 80ern spielen und bekam damals viel zu wenig Aufmerksamkeit. ich bin etwas wütend darüber, denn aus diesem Grund kann ich mir keine weiteren 10 Staffeln ansehen, sondern muss mich mit nur Einer zufrieden geben. Was nach kurzer Überlegung vielleicht gar nicht so schlecht ist. Zwar ist die Serien-Freude nur von kurzer Dauer, jedoch muss man nicht zu sehen, wie die Geschichte von Staffel zu Staffel miserabler wird. Die Außenseiter, die am Ende doch cool werden, viel Geld machen und die heißesten Mädchen im Collage zum Standard werden. Denn so enden die meisten Serien, die doch so vielversprechend anfingen. Scheiße eben.

Viel mehr möchte euch ungerne vor weg nehmen. Wer noch nicht überzeugt ist: James Franco spielt mit. Das wird ja wohl reichen.





Shoe Crush: Sigerson Morrison


Mittlerweile bin ich schon seit Monaten auf der Suche nach meinen ersten High Heels. Ich werde zwar nie das Mädchen werden, das ununterbrochen in den unbequemen Teilen herumstöckelt - immer ein zweites paar Ballerinas in der Tasche - doch dachte ich mir, es würde langsam an der Zeit für ein paar Backup Heels werden, die ich an sämtlichen schicken Events ausführen könnte. Nach langwieriger Recherche kam ich auf ein Label, in das ich mich Hals über Kopf verliebte und das ich euch nicht vorenthalten möchte. 

Die Sigerson Morrison-Designs vereinen alle wichtigen Details eines wirklich guten Schuhs: Raffinesse, Simplizität und Farbarmut. Je länger ich mich durch den Shop arbeitete, desto klarer wurde mir, dass ich mich wieder einmal auf die Mid-Heels oder gar die ganz flachen Treter konzentrierte - was ja nun zunächst gar nicht meine Intention war. Und dann kam der mich aufhaltende und doch verdammt wahre Gedanke: So einen richtig guten und gleichzeitig richtig teuren Schuh sollte man tragen; und zwar so oft es geht. Wenn ich nun mein halbes Konto in meine ersten Heels investieren würde, dann würde ich, wie ich mich kenne, vom Tragewert kaum etwas haben. Und mich außerdem selbst kaum wieder erkennen, mal abgesehen davon.

In regelmäßigen Abständen fällt es mir wieder auf und so lange dem so ist sollte ich meine High Heel-Suche doch vertagen oder vielmehr verjahren. Denn gerade spuken aufgrund der intensiven Schuh-Recherche der letzten Zeit ein paar klassische Boots in meinem Kopf herum, die ich womöglich von meinem nächsten Gehalt erstehen werde. Schuhe, die ich immer tragen werde - ob das nun ein Kinogang sei, ein edles Event oder eine lange Clubnacht - und so soll es doch eigentlich sein.







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